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Unsere Adresse:

SBC Gonzen, Postfach, 

 9477 Trübbach

Clubgeschichte kurz zusammengefasst

Am 15.März 1936 fand im Restaurant Bahnhof Trübbach die Gründungsversammlung statt. Es war ein Sonntag.

Und was für eine ! Von 10 bis 12 Uhr marschierten die Mannen zur Urne ( Wählen und Stimmen war damals im Kanton St. Gallen noch obligatorisch. Fernbleiben von der Urne wurde mit Busse geahndet ). Man erkürte den St Galler Regierungsrat, wobei ein Herr Kobelt die höchste Stimmenzahl erreichte. Seine Karriere endete nach dem Krieg in Berner Bundeshaus.

Am selben Tag fand, auch im Restaurant Bahnhof Trübbach, eine Orientierung über Steuerfragen des Gewerbes statt. Die Herren Gewerbetreibende wurden ermahnt, ihre Steuererklärung vollständig und ehrlich auszufüllen, was vermutlich mit Freuden auch befolgt wurde. Nicht diese Mahnung war es, die die Aufmerksamkeit des Chronisten in Anspruch nahm, sondern die Ausführungen über die Wirtschaftkrise, die dabei gemacht wurden.

Man erlebte das siebente Krisenjahr, wobei die Textilindustrie, die damals noch ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor in der Gemeinde Wartau darstellte, schon länger, etwa seit 1927, schwer serbelte und zum Teil gänzlich darniederlag. Da lesen wir in unserem Heimatblatt W&O am 16. März :

 Vor vier Jahren standen die Landwirtschaft und Gewerbe noch besser da ( 1932 ). Die Firma Bachert in Trübbach hielt ihren Betrieb noch aufrecht. Das Gonzenbergwerk hatte noch bessere Zeiten und beschäftigte noch eine schöne Anzahl Wartauer. Was wohl hiess, dass die Bachert und CO. In Trübbach ihre Tore geschlossen hatte und das Bergwerk auf Sparflamme lief. Es war ein eher magerer Spätwinter. Für diesen Sonntag war das Toggenburger Verbandsskirennen in Alt St. Johann abgesagt worden, während wenigstens das Käserruggrennen durchgeführt werden konnte.

Vom Skifahren prallte auch ein Oberst in Zürich, wie unser Blatt am selben Tag berichtete. Oberst Plancherel befasste sich in seinem Vortrag vor der Offiziersgesellschaft in Zürich mit der Bergtüchtigkeit der Feldtruppen und kam dabei zum Schluss, dass es damit gar nicht zum besten bestellt sei, Was sich eines Tages bitter rächen könnte. Wörtlich fügte er hinzu : Immerhin hat die zahl der Bergbewohnten Offiziere und Mannschaften in den letzten Jahren zugenommen, vor allem unter dem Einfluss des immer weiter Kreise erfassende Skisportes.

Sonst aber steht wenig Erfreuliches im Blatt : Ein Mann mit einem Namen, der mit G. beginnt und der im Raume Grabs recht häufig vorkommt und zu den drei heiligen Namen gezählt wird, hat offenbar fremdes Geld für eigene Zwecke dienstbar machen können, was auch heute noch hie und da vorkommen soll. Das Kantonsgericht hat Viehhändler G. wegen Betrugs im Betrag von 190 Franken ( ein Bähnler verdiente damals um die 3600 Franken im Jahr ) zu 21/2 Jahren Zuchthaus verurteilt. Über Herrn G. steht im Blatt : G. lebte auf ganz grossem Fuss. Er hatte nach dem ersten Konkurs noch eine Wohnung von über 2000 Franken Zins, steigt auf seinen Reisen nur in erstklassigen Hotels ab. Wo andere Kaufleute eine Postkarte oder ein Brief schrieben, telefonierte oder telegrafierte G., sodass er in kurzer Zeit Telefon- und Telegrammspesen im ungeheuren Betrag von 20 Franken hatte. Und was stand da noch ? Ein Herr Hitler, seit drei Jahren deutscher Reichskanzler, hielt die Welt in Atem : eben hatte er das Rheinland militärisch besetzt und den Locarnovertrag aufgekündigt, und ein Herr Mussolini führte krieg in Abesinien. Doch hierzulande rätselte man noch, wann die beiden Herren, der im Norden und der im Süden sich wegen des Südtirols in die Haare geraten würden. Immerhin tauchte auch der Name Oesterreich und die Tschecheslowakai als Nahziele des Herrn in Berlin in den Kommentar.

Das war die Welt und der Sonntag, als der Skiklub Gonzen aus der Taufe gehoben wurde. Wie das geschah und wer dies tat, sehen Sie  im weiteren Text. 

Gründungsversammlung 15. März 1936 im Rest. Bahnhof Trübbach

Präsident : Jucker Albert - Aktuar: Meyer Heinrich - Kassier : Sulser Fritz - Beisitzer : Zogg Trudi Beisitzer : Fausch Hans

In den Jahren 1943 bis 1973 wurde unser damals traditionelle GONZEN - RIESENSLALOM durchgeführt worden.

Ende der 50er Jahren der Wusch von einem eigenem Skihaus laut. 1962 konnte der Lanaberg auf 1070 m.ü.M. gekauft werden.

Anfangs 1968 anlässlich einer Ausserordentlichen Hauptversammlung, die beiden Traktanden hiessen Volksmarsch und Umbenennung vom Skiklub GONZEN zum SKI - & Bergklub GONZEN. Der Volksmarsch wurde dann auch 12 Jahre durchgeführt.

 

 

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